Jod
Quellen
Seefische, Milch, Eier, jodiertes Speisesalz.
Bedarf
Die empfohlene tägliche Jod-Zufuhr liegt bei 180 bis 200 µ[mikro]g.
Funktion
Jod wird in die Schilddrüsenhormone Thyroxin und Trijodthyronin eingebaut. Sie beeinflussen den Energieumsatz und greifen in das Wachstum und die Reifung der Knochen ein.
Mangel
Im Jodmangel ist die Schilddrüsenfunktion gestört. Die Schilddrüse kann nicht mehr genügend Schilddrüsenhormone bilden. Stattdessen vergrößert sie das eigene Gewebe. Es entsteht ein Kropf. Er trat noch vor einigen Jahren häufig in Gebirgsregionen wie z. B. manchen Teilen Bayerns auf. Heute ist der äußerlich sichtbare Kropf selten geworden. Dennoch haben viele Deutsche eine durch Jodmangel verursachte vergrößerte Schilddrüse.
Jodmangel während der Schwangerschaft führt beim Neugeborenen zum Kretinismus. Diese Jodmangelkrankheit zeichnet sich durch Demenz und Kleinwuchs aus. Kretinismus wird heute durch entsprechende Vorsorge verhindert.