Natrium (Na), Chlor (Cl), Kalium (K)

Quellen
Natrium bildet zusammen mit Chlor Kochsalz (Natriumchlorid). Insofern enthalten auch alle Lebensmittel, die bei der Verarbeitung gesalzen werden, Natrium und Chlorid wie z. B. gepökelte Fleischwaren, Wurst, Käse, gesalzener oder geräucherter Fisch, Brot und Salzgebäck. Kalium: Obst, Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte, Fleisch und Fisch.

Bedarf
Die Schätzwerte für eine minimale Zufuhr an Natrium liegen bei 550 mg pro Tag, für Chlor bei 830 mg und für Kalium bei 2000 mg.

Funktion
Natrium, Chlorid und Kalium regulieren im Körper den osmotischen Druck und damit die Gewebespannung. Der osmotische Druck ist die Kraft, mit der eine konzentrierte Lösung Wasser aus einer weniger konzentrierten Lösung anziehen kann. Im Organismus befinden sich Natrium und Chlorid vorwiegend außerhalb, Kalium dagegen innerhalb der Körperzellen.

Natrium und Kalium sind unentbehrlich für die Reizleitung, ferner aktiviert Kalium Enzyme, insbesondere die, die im Kohlenhydratabbau und  Energiegewinnungsprozess wirken.

Chlor bildet mit Wasserstoff die Magensalzsäure, die hauptsächlich für die Eiweißverdauung benötigt wird und antibakteriell wirkt.

Mangel
Natriumarme Kost verursacht keinen Natriummangel. Erst bei großen Flüssigkeitsverlusten kann ein Natriumdefizit entstehen. Mit einem Liter Schweiß werden 0,5 bis 1 g Natrium ausgeschieden.

Ein Mangel führt zu Apathie, Übelkeit, Kopfschmerzen, Blutdrucksenkung, Schwindelgefühl und Muskelkrämpfen. Viel Natrium, Chlorid und Kalium können durch häufiges Erbrechen und schwere Durchfälle verloren gehen.

Chloridmangel führt zu ungenügender Magensaftproduktion und Alkalose, er tritt aber nur sehr selten auf. Eine unzureichende Kaliumaufnahme oder hohe Kaliumverluste bewirken Muskelschwäche, Muskelerschlaffung bis hin zu Darmlähmung und Herzmuskelschäden.