Was ist eine Biologische Regenerationskur?

Die Biologische Regenerationskur ist eine von Ihrem Arzt durchgeführte Behandlung, die dem Aufbau und der Regeneration des Immunsystems dient. Sie beruht im Wesentlichen auf zwei Komponenten:

  1. Gabe von Thymuspeptiden. Das sind körpereigene Signalstoffe, die die Vermehrung und Ausreifung von Immunzellen fördern. Leider lässt die Produktion an Thymuspeptiden im Lauf der Jahre nach. Je älter wir werden, desto schlechter arbeitet unser Immunsystem; die Anfälligkeit für Infektionen und altersbedingte Beschwerden wird größer. Rheumatische Erkrankungen, Erschöpfungszustände und Stressanfälligkeit nehmen zu.

  2. Gabe von anorganischem Selen (Natriumselenit): ein wichtiges Spurenelement, das sowohl als Antioxidans wirkt als auch für bestimmte Schutzsysteme notwendig ist. Selbst mit einer guten, bewussten Ernährung ist es heute nahezu unmöglich, den täglichen Bedarf zu decken. Die Zufuhr von Selen ist daher sinnvoll.

Wer sollte eine Biologische Regenerationskur durchführen?

Alle, die an bestimmten degenerativen Altersbeschwerden oder einem geschwächten Immunsystem leiden, beispielsweise aufgrund von Dauerbelastungen (beruflichem Stress) oder chronischen Infektionen. Patienten in der Tumornachsorge, mit chronischem Müdigkeitssyndrom oder rheumatischen Beschwerden. Mit Hilfe besonderer Fragebögen und anderer diagnostischer Massnahmen kann man herausfinden, inwieweit eine Biologische Regeneration für Sie sinnvoll oder sogar notwendig ist.

Welche Probleme können auftreten?

Die Einnahme von Selen kann höchstens bei oraler Anwendung aufgrund des salzigen Geschmacks ein unangenehmes Empfinden auslösen. Sollte dies der Fall sein, kann das Natriumselenit auch in einem Glas Wasser verdünnt getrunken werden. (Bitte nicht in Fruchtsäften mit hohem Gehalt an Vitamin C, beispielsweise Orangen- oder Zitronensaft; dies würde zur Umwandlung in biologisch inaktives, elementares Selen führen!).

Thymuspeptide, die meist per Injektion oder Infusion angewandt werden, sind gut verträgliche und sichere, geprüfte Medikamente. Durch ein besonderes, validiertes Herstellungsverfahren und eine ganze Reihe von Prüfvorschriften besteht Sicherheit vor möglichen Infektionen jeglicher Art (z.B. BSE). Allerdings sollte vor der Anwendung von Thymuspräparaten durch eine Verträglichkeitsprüfung (sog. Intrakutantest) eine mögliche Überempfindlichkeit gegen Peptide ausgeschlossen werden.

Wie läuft eine Biologische Regenerationskur ab?

Die Gabe von Selen kann umgehend erfolgen, entweder in Form von Trinkampullen oder ggfs. als Zusatz zu einer Infusion oder Injektion. Die notwendige Dosierung bestimmt Ihr behandelnder Therapeut durch die Messung des Selenspiegels im Vollblut. Thymuspeptide werden meist per Infusion oder Injektion verabreicht, meist zweimal pro Woche. Die Gabe der Thymuspeptide erfolgt über fünf Wochen, Selen sollte man auf Dauer einnehmen.

Zur Erfolgskontrolle wird oft vor Beginn und 4 bis 6 Wochen nach Abschluss der Kur der Immunstatus bestimmt. Als Alternative zu den manchmal teuren Immuntests kann auch mit geeigneten Fragebögen eine Verbesserung der Lebensqualität nachgewiesen werden.

Die positive Wirkung einer Biologischen Regenerationskur setzt meist nach einigen Wochen ein und hält bis zu einem Jahr an. Dies ist allerdings bis zu einem gewissen Grad altersabhängig, so dass häufig empfohlen wird, ab einem Lebensalter von ca. 60 Jahren in Absprache mit Ihrem Arzt alle sechs Monate eine solche Kur durchzuführen. Um einen möglichst lang anhaltenden Erfolg zu erzielen, sollte in den Zeiten zwischen den Kuren das Immunsystem weiterhin unterstützt werden, beispielsweise durch Thymuspeptide in Dragee-Form (z.B. THYMO-GLANDURETTEN), Zufuhr von Natriumselenit (z.B. selenase® 50) und durch Unterstützung des darmassoziierten Immunsystems (z.B. KIMUN®).