Diabetes
Diabetes ist eine genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung, bei der die Insulinproduktion in der Bauchspeicheldrüse gestört ist. Das Hormon Insulin ist verantwortlich für die Aufnahme von Zucker (Glukose) in die Zelle. Neuere Studien belegen, dass die diabetische Stoffwechselstörung zu einer Überbelastung mit freien Radikalen führt.
Parallel dazu haben Diabetiker auch niedrige Blut-Selenspiegel. Selenabhängige Enzyme sind maßgeblich am Abbau von freien Radikalen beteiligt und kommen im Rahmen der Diabetes-Erkrankung offenbar verstärkt zum Einsatz. Ein bestimmtes Selen-Enzym (Thioredoxinreduktase) ist außerdem am Aufbau des Insulins beteiligt.
Diabetes und Selenmangel
In einer Untersuchung an Typ 1- und Typ 2-Diabetikern konnte festgestellt werden, dass diese zu Selenmangel neigen. Im Vergleich zu Gesunden weisen sie eine verminderte Selenkonzentration im Vollblut auf (Selenspiegelmessung).
Bei Patienten mit beginnenden oder bereits vorhandenen Folgeerkrankungen, wie z. B. einer Nierenschädigung, lagen die Selenspiegel noch niedriger. Die Unterversorgung mit Selen nahm außerdem mit zunehmendem Alter zu.
In Studien an Ratten konnte gezeigt werden, dass die bei Diabetes gefürchtete Schädigung des Herzmuskels durch eine ausreichende Versorgung mit Selen in Form von Natriumselenit reduziert werden kann.
Die Forschungsdaten weisen darauf hin, dass bei Diabetikern die frühzeitige Kontrolle und Optimierung des Selenspiegels das Risiko von diabetischen Folgeerkrankungen erheblich mindern kann.