12.11.2009

Diabetes-Folgeschäden vermeiden

Fellbach – Diabetes mellitus ist heimtückisch. Die Zuckerkrankheit tut nicht weh und ihre Folgeerkrankungen entwickeln sich schleichend. Entzündungen, Gefäß- und Nervenschädigungen sowie Durchblutungsstörungen sind die häufigsten diabetischen Komplikationen, die oft lange unbemerkt bleiben.

Eine Ursache für die Entstehung dieser diabetischen Spätschäden ist die Überbelastung mit zellschädigenden freien Radikalen. Diabetiker sind demzufolge hohem oxidativen Stress ausgesetzt, der sich mit antioxidativen Substanzen, den so genannten Radikalfängern, regulieren lässt. Antioxidantien wie das Spurenelement Selen können freie Radikale abfangen oder neutralisieren. Sie schützen damit die Zellen und stärken das Immunsystem. Sie wirken entzündungshemmend und sind deshalb in der Lage, die empfindlichen Nervenzellstrukturen vor Radikalschädigungen und Entzündungen zu bewahren.

Aber ausgerechnet Diabetiker weisen oft niedrige Blut-Selenspiegel auf. Daher können selenreiche Ernährung oder Selengaben zur Prävention der so genannten Sekundärkomplikationen sinnvoll sein, zumal beginnende oder vorhandene Spätschäden wie Nierenfunktionsstörungen die Selenkonzentration weiter absinken lassen. Die Apotheken halten dazu Präparate mit dem Wirkstoff Natriumselenit vorrätig. Aber nicht immer muss ein Patient Selenpräparate aus eigener Tasche zahlen. Stellt ein Arzt einen erniedrigten Selenspiegel fest, kann er entsprechende Arzneimittel auf Krankenkassenrezept verordnen.