22.04.2008

Nicht jedes Selenpräparat ist sinnvoll

Fellbach – Kritisch hat sich der Pionier der biologischen Selenforschung, Professor Dr. Gerhard Schrauzer, zu den in Deutschland angebotenen selenhaltigen Präparaten geäußert.

„Nicht alles, was angeboten wird, ist auch empfehlenswert“, betonte er. Der Wissenschaftler, der an der Universität von Kalifornien lehrt, bemängelte, manche Präparate enthielten das Spurenelement nur in so geringen Mengen, dass ein bestehender Selenmangel nicht behoben werden könne. Um einen positiven Effekt für die Gesundheit zu erzielen, seien Dosierungen von 100 bis 200 Mikrogramm nötig.  

Während einerseits manches zweifelhafte selenhaltige Präparat auf dem Markt sei, werde das medizinische Potenzial des Selens andererseits nicht ausreichend genutzt. Selenmangel behindere insbesondere bei Schwerkranken die Genesung. In gut geführten Krankenhäusern werde daher der Blutselenspiegel von allen Patienten bei der Aufnahme bestimmt. „Wird ein Selenmangel festgestellt, kann jeder behandelnde Arzt selenhaltige Medikamente zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse verschreiben.“

Selen sei jedoch nicht nur bei Schwerkranken hilfreich. Wer unter Selenmangel leide, was in Deutschland weit verbreitet ist, der sei anfälliger für Infekte. Das Abwehrsystem der Betroffenen sei geschwächt, sie litten öfter an chronisch entzündlichen Erkrankungen, fühlten  sich schlapp, abgespannt und depressiv.

Mit einer ausgewogenen Ernährung allein sei diesem Mangel in der Regel nicht beizukommen. „In Deutschland enthalten die Böden wenig Selen, daher sind auch die Lebensmittel selenarm.“ Der Körper könne Selen zudem nicht speichern. Es müsse täglich zugeführt werden. Schrauzer hält daher Nahrungsergänzungen mit ausreichendem Selengehalt, wie etwa selenase 200 XXL, für sinnvoll.
 
Hinweis an die Medien:
Auf Anfrage stellen wir Ihnen gern ein Foto von Prof. Schrauzer zur Verfügung.