Mit Selen gegen den Baby-Blues

Die Wochen nach einer Geburt zählen für viele Frauen zu den schönsten des Lebens. Aber nicht für alle: Zehn bis zwanzig Prozent der jungen Mütter fallen nach der Niederkunft in eine Wochenbett-Depression. Eine der Ursachen kann eine neu auftretende Unterfunktion der Schilddrüse bzw. deren weitere Verschlechterung sein, unter der viele Frauen nach der Schwangerschaft leiden: die Post-partum-Immunthyreoiditis (Hashimoto).

 

Mit Selen gegen den Baby-Blues
Mit Selen gegen den Baby-Blues


Ob und wie schwer sie auftritt, hängt auch von der Selenversorgung ab. Die Konzentration dieses lebensnotwendigen Spurenelements im Blut sinkt während der Schwangerschaft um rund 25 Prozent. Zu wenig Selen im Blut reduziert die normale Funktion eines Enzyms, das die Produktion von Schilddrüsen-Hormonen steuert.

Der Hamburger Endokrinologe und Gynäkologe Professor Dr. med. Heinz G. Bohnet empfiehlt daher Frauen, schon bei Kinderwunsch, spätestens jedoch mit Beginn der Schwangerschaft, täglich ein Selen-Präparat einzunehmen.

Dies gilt insbesondere dann, wenn Schwangere bereits an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse, der Hashimoto-Thyreoiditis, leiden. Wie Professor Heinz Bohnet aus Studien weiß, verschlechtert sich der Verlauf einer Hashimoto- Thyreoiditis bei der Mutter in zwei Dritteln aller Fälle innerhalb eines Jahres nach der Geburt eines Kindes. Oft tritt diese Form der Schilddrüsen-Erkrankung erstmals nach der ersten Geburt auf.

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