Neue Therapieoptionen bei Sepsis

Selen wird in der Medizin immer wichtiger. Nun wird das Spurenelement auch bei der Behandlung einer lebensbedrohenden Blutvergiftung, der Sepsis, eingesetzt. Die Deutsche Sepsis-Gesellschaft hat es in ihre Behandlungsleitlinie aufgenommen. Die erneuerte Leitlinie „Prävention, Diagnose und Therapie der Sepsis“ führt Selen erstmals als neue Therapie-Option zur Senkung der Sterblichkeit auf.

Danach kann der Einsatz von Selen als unterstützende Therapiemaßnahme bei Patienten mit schwerer Sepsis oder septischem Schock erwogen werden, heißt es in der aktuellen Arbeitsversion der Leitlinie. Die Empfehlung beruht auf einer Analyse von neun Studien, die einen deutlichen Überlebensvorteil von Patienten zeigten, denen Selen verabreicht wurde.

Sepsis, die oft mit dem Versagen von Organen einhergeht, ist noch immer eines der ungelösten Probleme der Medizin. Sie gilt nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs als die dritthäufigste Todesursache in Deutschland und verursacht Gesamtkosten von 6,3 Milliarden Euro im Jahr. 

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