Power für transplantierte Organe

Organtransplantationen gehören mittlerweile zum Standard moderner Medizin. Die Chance auf einen positiven Verlauf ist hoch. Trotzdem gibt es kritische Momente. Selen kann sie entschärfen.

Während einer Transplantation gerät das verpflanzte Organ in so genannten oxidativen Stress, also eine Stoffwechsellage, während der sehr viele gefäßschädigende freie Radikale produziert werden. Auslöser ist die extrem schwankende Sauerstoffversorgung. Eine Behandlung mit Radikalfängern wie mit Selen kann diesem Stress entgegenwirken und so Gewebeschäden verhindern. Studien zeigen einen Zusammenhang zwischen einer höheren Selenkonzentration und geringeren Schäden beim Wiedereinströmen des Blutes in das Transplantat. In der Chirurgischen Klinik und Poliklinik Großhadern der Universität München wendet man dieses Wissen längst an: Hier verabreicht man jedem Patienten vor der Transplantation einen „antioxidativen Cocktail“ mit Selen.

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Verkannte Gefahr: Sepsis ist eine bis heute schwer beherrschbare Komplikation in den Krankenhäusern. (Foto: Picture-Alliance dpa)