Schlappe Schilddrüse: Fehlt ihr Selen?
Die Unterfunktion der Schilddrüse ist eine Volkskrankheit. Denn zehn Prozent der Bevölkerung tragen die Veranlagung in sich, eine so genannte autoimmune Schilddrüsenentzündung zu bekommen.
Ausgelöst wird diese chronische Erkrankung durch verschiedene Faktoren, wie zum Beispiel Veränderungen des Hormonstatus in den Wechseljahren. Der Körper wendet sich plötzlich gegen das eigene Schilddrüsengewebe. Ein zusätzlicher Mangel an Selen fördert das Auftreten.
Am häufigsten kommt es dabei zur Unterfunktion der Schilddrüse. Zur Behandlung empfehlen Ärzte neben der Gabe von Hormonen auch die Einnahme des Spurenelements Selen in ausreichender Dosis.

- Schilddrüse: Das Schmetterlingsorgan ist das selenreichste Organ des Menschen. (Foto: Shutterstock)
In Deutschland werden jährlich zwischen 100.000 und 120.000 Schilddrüsenoperationen durchgeführt. Durch eine rechtzeitige Diagnose könnten viele Eingriffe vermieden werden. Erwachsene, die sich schläfrig und antriebsarm fühlen oder häufig frösteln, sollten daher sicherheitshalber ihren Arzt darauf ansprechen.
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