Selen: Auf die Dosis kommt es an

Das lebenswichtige Spurenelement Selen kann vom Körper nicht selbst hergestellt werden. Es muss deshalb in ausreichender Menge mit der täglichen Nahrung aufgenommen werden. Weil der Selengehalt hiesiger Ackerböden und damit auch der dort erzeugten Lebensmittel sehr gering ist, gestaltet sich die ausreichende Selenaufnahme selbst bei einer ausgewogenen, gesunden Mischkost schwierig. Da zudem nur eiweißreiche Nahrungsmittel wie Fisch oder Fleisch genügend Selen enthalten, lässt sich der Bedarf über eine ausgewogene Mischkost oft nicht decken.

SeleNews 2/2010

Nahrungsergänzungen sind aufgrund des Mangelrisikos daher in vielen Fällen empfehlenswert. Eine zusätzliche und dauerhafte Zufuhr von täglich 100 bis 200 Mikrogramm Selen in Form von Nahrungsergänzungsmitteln gilt als sicher und nebenwirkungsfrei.

Höhere Tagesdosen sollten nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden. Eine Selenbestimmung verschafft Arzt und Patient Sicherheit. Überdosierungen sind selten und kündigen sich an. Erste Anzeichen sind knoblauchartiger Atemgeruch sowie eventuelle Veränderungen der Finger- und Fußnägel. Wird die Dosis reduziert, bilden sich diese Erscheinungen ohne weiteres zurück. Solche Nebenwirkungen sind bei Einnahme der apothekengängigen Selenpräparate nicht zu befürchten.

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