biosyn wächst im Ausland – Jubiläum

Fellbach – Gute Nachrichten von biosyn: Dreißig Jahre nach der Gründung kann das Fellbacher Arzneimittelunternehmen erneut auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückblicken. Der Umsatz stieg 2013 um acht Prozent auf rund 13 Millionen Euro, das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit kletterte auf 1,3 Millionen Euro, zusätzliche Mitarbeiterwurden eingestellt. Auch im laufenden Jahr hat sich die positive Geschäftsentwicklung fortgesetzt.

 

Die Wachstumsimpulse für die biosyn Arzneimittel GmbH kommen erneut aus dem Ausland. Die in den letzten Jahren konsequent betriebene Internationalisierung durch Lizenzvergaben und Vertriebskooperationen zahlt sich für das Unternehmen aus. Wie biosyn-Geschäftsführer Dr. Thomas Stiefel betonte, konnte das Exportgeschäft deutlich ausgebaut werden. Es trug 2013 bereits rund 44 Prozent zum Gesamtumsatz bei und bewegt sich nun 2014 auf die 70-Prozent-Marke zu. Diese positive Exportentwicklung sei auch den nach internationalem GMP-Standard produzierten Wirkstoffen der biosyn-Präparate selenase® und Immucothel® zu verdanken, deren Herstellungsverfahren weltweit einzigartig und durch entsprechende Patente international geschützt sei.

 

Grund für das Wachstum sind weitere Markteinführungen des Kernprodukts, des Selenarzneimittels selenase®, unter anderem in Malaysia und Vietnam. Besonders stark wächst der Umsatz beim wichtigsten Exportpartner in Südkorea. Es sei biosyn offensichtlich gelungen, meinungsführende Chefärzte aus beiden Ländern, die in Fellbach zu Schulungen begrüßt werden konnten, von den therapeutischen Vorzügen von Selen in der Krebs- und Intensivmedizin zu überzeugen. Das Medikament ist mittlerweile in 22 Ländern zugelassen. Zufrieden ist das Fellbacher Unternehmen zudem mit der Entwicklung des in der Blasenkrebsbehandlung eingesetzten Arzneimittels Immucothel®, das mittlerweile in vier Ländern auf dem Markt ist.

 

Trotz des erfolgreichen Auslandsgeschäfts – so biosyn-Geschäftsführer Dr. Thomas Stiefel – bleibe Deutschland mit seinen hohen Qualitätsanforderungen an Arzneimittel als Referenzmarkt wichtig. Hier konnten die Erlöse in den einzelnen Geschäftsfeldern gehalten beziehungsweise leicht ausgebaut werden. Dr. Thomas Stiefel führt die Stagnation im Inland auf zahlreiche politische und gesetzgeberische Eingriffe wie Zwangsrabatt und Preismoratorium zurück, die gerade mittelständische Unternehmen träfen und seit 2009 nicht einmal einen Inflationsausgleich über Preiserhöhungen zulassen.

 

Die Erfolgsgeschichte der biosyn Arzneimittel GmbH begann im Herbst 1984. Als Biotech-Start-up gegründet, hat sie sich zu einem Hidden Champion entwickelt. biosyn ist heute Weltmarktführer bei Selen-Injektionsarzneimitteln. Es profitiert von der wachsenden Bedeutung von Selen in der Medizin, für die das Unternehmen durch eigene Forschung und Förderung der Wissenschaft, etwa durch den Internationalen Schrauzer-Preis für Selenforschung, die wissenschaftliche Basis erweiterte. Insbesondere für die Onkologie, die Intensivmedizin und die Endokrinologie entwickelte sich das Spurenelement Selen in den letzten Jahren zum Hoffnungsträger. 

 

Einzigartig ist auch die Stellung von biosyn im Immunocyanin-Markt, den die Forscher des Unternehmens durch ihre Arbeiten erst geschaffen haben. Das aus der Lymphe einer kalifornischen Meeresschnecke gewonnene Protein Immunocyanin dient zum einen als Trägermolekül bei therapeutischen Impfstoffen, zum anderen als Wirkstoff in der Blasenkrebsbehandlung als Arzneimittel unter dem Namen Immucothel®.

 

Das Familien-Unternehmen zeichnet sich durch kontinuierliche Erweiterung seiner Produktpalette und solides Wachstum aus. Das Produktsortiment umfasst heute rund 35 Präparate für die Intensivmedizin, Onkologie, Schilddrüsen-Erkrankungen und Geburtshilfe. 60 Mitarbeiter kümmern sich um die Herstellung und den Vertrieb der Produkte oder die Zulassung und Einführung neuer Medikamente. Im laufenden Geschäftsjahr werden neue Mitarbeiter gesucht, primär im Vertrieb und im Marketing.

 

Die 1984 gegründete biosyn Arzneimittel GmbH ist eines der ersten deutschen Biotechnologie-Unternehmen mit knapp 60 Beschäftigten in Deutschland und Niederlassungen in Liechtenstein, Österreich und den USA. biosyn hat Zulassungen und Exportpartner in 22 Ländern. 40 Prozent des Umsatzes werden im Export erwirtschaftet. Die Produktpalette umfasst ca. 35 Produkte, die von biotechnologisch hergestellten Medikamenten über Chemotherapeutika bis zu komplementären Arzneimitteln und Nahrungsergänzungsmitteln mit dem Schwerpunkt in der Intensivmedizin und Onkologie reichen.